Der Butz:

Der Butz ist ein zweideutiger Geselle.


Zum einen verkörpert er eine etwas traurige und nachdenkliche Epoche der Stadt: die Pest.
Der “schwarze Tod” wütete teilweise so heftig, dass die Bevölkerung merklich dezimiert wurde. Um die weitere Ausbreitung der Pest zu mildern, fanden sich damals einige Bürger zusammen um die toten, teils verwesten, von der Pest befallenen Leichen aus den Häusern zu holen und außerhalb der Stadtmauern zu begraben.
Da sich die Menschen vor der Pest fürchteten, mieden Sie auch alle Menschen, die auf jedwede Art und Weise mit Ihr in Kontakt kamen. Aus diesem Grund vermummten sich die mutigen Bürger mit schwarzen Kutten und Masken, damit man Sie nicht erkennen konnte.

Zum anderen ist der Butz schlichtweg jemand, der sich "verbutzt", also verkleidet, und somit wieder einen Blick zur Fasnacht richtet. Das Häs besteht aus schwarzem Stoff. Rote Zierbänder um die Hüfte und im Fußbereich lockern die dunkle Farbe etwas auf. Kleine Glöckchen verspotten die Obrigkeit, die im Mittelalter Glöckchen an ihren Gewändern trug.

Sein langer Hut beinhaltet die Ebinger Farben, ebenso die Bändel, die am Hut hängen. Seine rote Zunge zeigt entweder, dass es ein "gesunder" Verbutzter ist oder er streckt einem schlichtweg nur die Zunge raus, also erneut eine Zweideutigkeit.

Zur Fasnets-Saison 2018 wird das Häs des Butz überarbeitet und erneuert - mehr sei an dieser Stelle allerdings noch nicht verraten: Lassen Sie sich einfach überraschen!!!

 

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Umzug Margrethausen
Standarte5
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